Der Fliegenfänger von Willy Russel

Der Fliegenfänger von Willy Russel

Klappentext: Der Tag, an dem der elfjährige Raymond Marks in einer Schulpause per Zufall das “Fliegenfange” erfindet, ändert alles.

Das harmlose Spiel wird katastrophal missverstanden, Raymond  fliegt von der Schule und beginnt ein tragikkomisches Leben als Aussenseiter und Sonderling. Wie es ihm dennoch gelingt, sein ganz persönliches Glück zu finden, schildert dieser überaus komische und gleichzeitig warmherzige Roman.

“Wie ein englischer Huck Finn – todkomisch, todtraurig, sensationell”. Stern

Ein Buch, an dem ich sehr lange gelesen habe … ich brauche für Bücher selten über 3 Wochen, aber bei diesem Buch hab ich mich zwischen drin ehrlich gequält weiterzulesen und hatte dementsprechend recht lange Lesepausen und habe zwischendurch sogar noch ein anderes Buch gelesen.

Trotzdem ist dies eines der deprimierendsten Bücher, welches ich je gelesen habe. Der Protagonist schreibt Briefe/Tagebuch, Briefe an sein Idol Jim Morrissey, Briefe der dieser nie lesen wird. Dabei ist er unterwegs zu einem Job, den er nicht will in einem Ort den er nicht mag.

Ab der Hälfte des Buches wurde es sehr langatmig und es kostete mich Überwindung überhaupt weiterzulesen, ich hoffte mit jeder Seite drauf, dass diese Geschichte sich mal wendet und die dargestellte, deprimierende Hoffnungslosigkeit ein Ende nimmt. Auf seiner Reise nach Grimbsy passieren ihm die unmöglichsten Pannen, er erinnert sich an seine Kindheit und erzählt sehr verwirrend, was aus seinem Vater geworden ist.

Seine Kindheit und Jugend kann nur als schrecklich und grausam bezeichnet werden, die inmitten von Menschen stattfindet, die Ihn nicht verstehen und total versagen. Nervige und Negative Stereotypen die mir schon mal Bluthochdruck bescherten, über soviel Ignoranz und Ungerechtigkeiten, die einem elfjährigen Kind entgegengebracht werden. Ein bisschen mochte ich seine Großmutter, aber auch die hat letztlich vieles verkehrt gemacht.

Fazit: Wer Freude am Leid eines unverstanden Kindes und Jugendlichen hat, der soll sich das Buch ruhig anschaffen. Aber als amüsant und lustig kann ich die Geschichte nicht bezeichnen. Wer über so was lachen kann … der muss schon ganz schön unsensibel sein.

Taschenbuch: 528 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (1. Dezember 2002)
Sprache: Deutsch
SBN-10: 345386428X
ISBN-13: 978-3453864283
Originaltitel: The Wrong Boy


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