Die attraktive Studentin Ashley Freeman begeht einen folgenschweren Fehler: Angeheitert verbringt sie eine Nacht mit Michael O’Connell, einem Computerfreak und geschickten Hacker.
Was sie nicht weiß: Michael ist ein Psychopath – und er hat beschlossen, dass Ashley die Frau seines Lebens ist. Nichts und niemand wird ihn davon abbringen – und schon gar nicht Ashley. Michael lässt sich nicht abschütteln. Unerbittlich stellt er ihr nach, verschärft seinen Psychoterror gegen ihre Freunde und Verwandten.
Immer schneller beginnt sich eine Spirale des Schreckens zu drehen, die Ashleys gesamte Familie in die Tiefe reißt …
Es war nur eine gemeinsame Nacht, die die Studentin Ashley Freeman mit Michael O’Connell verbracht hat. Eine Nacht, die Ashley bitter bereut, als ihr dämmert, mit wem sie es da zu tun hat. Als sie ihm sagt, sie möchte nicht mit ihm zusammen sein, sie liebt ihn nicht, wird Michael O’Connell erst richtig aktiv. Was sie ebenfalls bitter bereut, denn O’Connell diffamiert ihre komplette Familie. Ihre geschiedenen Eltern, Sally und Scott, sowie Hope, die Geliebte ihrer Mutter. Sie alle bekommen den Hass von O’Connell zu spüren.
Er bedient sich des Internets, um seine Diffamierungskampagnen zu starten und auch vor roher Gewalt schreckt er nicht zurück. Denn er aht nur ein Ziel und dieses heißt Ashley …
Zunächst sind alle schockiert und paralysiert, beschließen dann aber, zurück zu schlagen, sich ihr Leben nicht von einem Psychopathen zerstören zu lassen …. bevor sie alle daran kaputt gehen, seelisch, wie auch existenziell.
Grundsätzlich ist die Geschichte natürlich spannend, voll überzeugen konnte mich die Geschichte aber nicht. Sie ist zu lang, obwohl die Handlung nur über ein paar Tage geht. Schon früh habe ich mich gefragt, warum die Freemans nicht zur Polizei gehen??
Besonders, als O’Connell bei Sally und Hope einbricht und eine Blutspur hinterlässt, wobei alle genau wissen, dass diese von O’Connell stammen muss, hatten sie einen Beweis für eine Straftat (Stichwort: DNS). Nebenbei: Sally ist Anwältin!
Aber auch sonst hat Katzenbach nicht immer glücklich agiert. Daß O’Connell mit ein paar Computerkursen zu dem Hacker wird, als der er beschrieben wird, ist einfach unglaubwürdig. Zudem schreibt Katzenbach immer wieder recht klischeehaft. Eindeutig überstrapaziert hat er in diesem Zusammenhang das Wort “kalt”. Kaum eine Seite (nach meinem Gefühl), auf der es nicht mal einen kalten Blick oder eine kalte Antwort gab.
Interessant fand ich dafür die wechselnde Erzählperspektive; einerseits der Plot um Ashley und O’Connell, andererseits die Erzählung eines unbekannten Schriftstellers in der Ich-Form. Bis zur letzten Seite, weiss man nicht, mit wem der Unbekannte Schriftsteller spricht. Ich war überrascht, als ich es erfuhr.
Fazit: Muß nicht als Pflichtlektüre für Thrillerfans betrachtet werden! Wenngleich der Plot mehr als Aktuell ist.
Broschiert: 656 Seiten
Verlag: Droemer/Knaur; Auflage: 1 (1. Juli 2008)
ISBN-10: 342663757X
ISBN-13: 978-3426637579
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