Stieg Larsson – Vergebung (3. Teil)

Wer suchet, der tötet. Die Ermittlerin Lisbeth Salander steht unter Mordverdacht.

Ihr Partner Mikael Blomkvist schwört, ihre Unschuld zu beweisen. Er weiß, dass es um Salanders Leben geht. Als seine Ermittlungen die schwedische Regierung in ihren Grundfesten zu erschüttern drohen, setzt er alles auf eine Karte…
Mit “Vergebung” wird die spannende Trilogie mit dem unerschütterlichen Ermittler – Duo Mikael Blomkvist & Lisbeth Salander und der Chefredakteurin Erika Berger u.v.a  abgeschlossen.

Gefreut habe ich mich, diese Figuren wiederzusehen, hatte ich sie aus den “Verblendung”  und “Verdammnis” noch gut in Erinnerung. Man sollte deswegen auch unbedingt die beiden ersten Bücher (der Reihe nach) gelesen haben.

In den dritten Teil kann man nicht einsteigen, ohne den Zweiten gelesen zu haben. Also könnte man schon, aber blöde fürs Lese-Erlebnis, denn das zweite Buch schließt nahtlos an das dritte und letzte Buch an.

Daher hier nochmal die Lesereihenfolge:

1. Verblendung
2. Verdammnis
3. Vergebung

Nachdem Lisbeth Salander durch die schockierenden Geschehnisse im 2. Buch erstmal außer Gefecht gesetzt ist, aber noch lebt, veranlasst der schwedischen Geheimdienst eine wahre Hetzjagd  auf Lisbeth, versucht sie mit allen Mitteln zu töten und damit für immer zum Schweigen zu bringen. Keinesfalls darf ans Licht kommen, was sie über die Machenschaften einer  Gruppierung innerhalb der hochgeachteten Schwedischen Sicherheitspolizei weiß.

Ihr Freund (und das heißt nicht, dass er auch Lisbeths Freud ist ) Mikael Blomkvist – Journalist der Zeitschrift Millennium -  und weitere Personen nehmen den Kampf gegen diese Übermacht der Gruppierung innerhalb der schwedischen Sicherheitspolizei auf …. die Konfrontation zwischen Gut und Böse schließlich ist ein Fest für jeden Krimi-Fan!!

Auch wenn es zwischenzeitlich etwas sehr Politik-lastig und langatmig ist, muss man diese Abschnitte gelesen haben, um das ganze Ausmaß der Zalatschenko-Gruppe zu verstehen.

Erika Berger (ebenfalls eine der Hauptfiguren aus den Vorgängerbänden) gibt ihren Posten als Chefredakteurin bei Millennium auf und besetzt den selben Posten bei einer großen, aber kränkelnden schwedischen Zeitung. Dort hat sie ihre ganz eigenen Probleme zu bewältigen, die zwar nichts mit dem Hauptstrang zu tun haben, aber dennoch interessant und spannend geschrieben sind – und mir des öfteren einen Schauer über den Rücken gejagt haben.

Überrascht und fasziniert hat mich wieder mal die kleine Person: Lisbeth Salander. In diesem Buch zeigt sie nochmal, was sie eigentlich wirklich drauf hat und wer ist ist bzw. warum sie so geworden ist, wie sie ist. Ich habe mich diebisch gefreut, als sie endlich an ihre “Waffen” kam und sich in den Kampf einschalten konnte.

Die letzten 200 Seiten habe ich in einem verschlungen und gelesen, bis es draußen schon wieder hell wurde (- gut, dass ich Urlaub habe) und mir 2 Fingernägel abgekaut und zwischendurch gemerkt, das ich das weiteratmen vergessen habe. Ja, es zieht sich zwischen drin mal um ein paar Seiten … aber dafür hat’s das Ende umso mehr in sich und ist wirklich bedrücken. Vor allem die Gerichtsverhandlung hat mir einen Kloß im Hals und feuchte Augen eingebracht.

Fazit: Die ganze Trilogie gehört in jedes gut sortierte Bücherregal. Krimi auf ganz hohen Niveau! Was letztlich auch die Verfilmung der Bücher beweist.

Taschenbuch: 864 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. Mai 2009)
ISBN-10: 3453434064
ISBN-13: 978-3453434066


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