Wer den frühen Mankell liebt, wer den späten Haakan Nesser mit seinen Nach-Van-Veeteren-Geschichten verschlungen hat, der ist bei dem schwedischen Experten für Rechtsextremismus genau richtig, der 2004 an einem Herzinfarkt starb und im eigenen Land schon als Legende gilt.
Der gescheiterte Journalist Mikael soll sich in die Historie der nordschwedischen Großfamilie Vanger einarbeiten und herausfinden, was vor mehreren Jahrzehnten geschah. Die damals 16-jährige Harriet Vanger verschwand aus einem klassischen Agatha-Christie-Setting: beim Familientreffen auf einer Insel, von der keiner weg konnte.
Aber wer ist der Mörder – falls es überhaupt einen gibt? Je mehr sich Mikael in die Familiengeschichte einarbeitet, um so mehr Wahnsinn deckt er auf. Und auf Seite 500 ist man noch immer so von der genialen verzweigten Story gefesselt wie auf Seite eins.
Und dann fiel mir Stieg Larsson in die Hand … und ich war restlos begeistert. Überhaupt nicht mit den Fitzek- und anderen Krimis zu vergleichen. Im Grunde überhaupt nicht, das was man von einem klassischen Krimi alà Leichenfund auf einer Insel usw. kennt.
Anfangs fand ich “Verblendung” ein wenig schwer, dass es um korrupte Machenschaften unter Journalisten, Anwälten und Unternehmen geht, sich da einzulesen, erforderte zumd. bei mir ein wenig Geduld. Aber bevor man die Geduld verlor, kam der perfekte Übergangn zur eigentlichen Geschichte.
Und ab dem Moment konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es beinah in einem Rutsch durchgelesen. Die Spannungskurve fällt auf keiner Seite ab und ich habe so einige male gewundert, wie weit ich das Buch schon gelesen habe.
Die letzten 200 Seiten haben es so richtig in sich und man ist wie paralysiert. Kein wirkliche Grusel oder Psychoschocker, aber absolut intelligenter und perfekt durchdachter Krimi, der fesselt. Auch wenn ich mich ein paar mal ordentlich erschrocken habe, bin ich absolut begeistert!!
Ganz besonders hat mich der Charakter der Lisbeth Salander fasziniert, ein Unikum mit Problemen sich der (sozialen) Welt mitzuteilen und sich darin zurecht finden, aber als Ermittlerin in dem Fall der verschwundenen Harriet Vanger ein Genie. Ich habe sehr große Sympathien entwickelt, was mir in keinem Buch vorher so intensiv passiert, wie bei der hoch-intelligenten Lisbeth.
Das das Ende raffiniert gemacht ist, aber eben kein wirkliches Ende; gibt es natürlich eine Fortsetzung: Verdammnis & Vergebung .
Fazit: Ein absolutes Muss, welches in keinem Bücherregal fehlen darf. Eine Trilogie, die ihresgleichen sucht.
Verlag: Heyne Verlag (1. Mai 2007)
Taschenbuch: 704 Seiten
ISBN-10: 3453432452
ISBN-13: 978-3453432451
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von Stieg Larsson – Vergebung (3. Teil) «Conni am 11.02.09 |
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